Die Ursache des Leidens: Wollen und Nicht-Wollen

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Eine der primären Ursachen von Leid entsteht durch Wollen und Nicht-Wollen.

Der Wunsch nach Etwas erzeugt eine emotionale Erwartungshaltung. Wird diese Erwartungshaltung nicht erfüllt, reagiert sie innerhalb unseres Bewusstseins mit dem Zwang zur Beachtung. Je größer die Erwartungshaltung hinsichtlich einer bestimmten Reaktion oder eines Ereignisses, umso stärker auch die innere Gegenreaktion bei Nichterfüllung.
Diese Mechanismus funktioniert selbstverständlich auch umgekehrt: Wird ein Wunsch -also die Essenz des Wollens oder Nicht-Wollens- erfüllt, reagiert das innere Belohnungssystem.

Das Perfide an diesem System ist nur, dass sich der Wünschende keines Weges mit diesem Zustand zufrieden gibt. Sind Freude oder Ärger erst einmal verblasst, meldet sich gleich der nächste Wunsch – gleich dem Heroinabhängigen, dessen Leben -oder eher Leiden- sich alleine nur noch um Rausch und Beseitigung der Entzugserscheinungen dreht.


Will man diesen Mechanismus durchbrechen, so ist es notwendig, sich mit zwei Fragen zu konfrontieren:

– Wer ist der Wollende?
– Welchen Mangel versucht der oder das Wollende zu befriedigen?


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Im Grunde erübrigt die Beantwortung der ersten Frage alle weiteren Fragen, führt sie uns doch an unsere Quelle. Jedoch mag dies mitunter für den ungeschulten, unruhigen Geist ein wenig zu sehr in die Tiefe gehen und zu hohe Anforderungen stellen – auch wenn es mehr als lohnenswert ist, eine Antwort auf diese eine Frage zu finden.
Oberflächlich betrachtet ergibt sich eine einfache Antwort: Das Ego.

Widmen wir uns also zum weiteren Verständnis, der zweiten Frage:  Was fehlt dem Ego – also vermeintlich mir?

Kurz und knapp beantwortet, fehlt dem Ego Ganzheit. Etwas, was sich selbst als getrennt wahrnehmen kann, kann sich nicht mehr als Einheit wahrnehmen.
Da dem Ego also der Einheitsgedanke „abhanden“ gekommen ist -es kennt ihn schlichtweg nicht-, sucht es im Rahmen seiner beschränkten Wahrnehmung (konkret nimmt es nicht wahr, da es nur eine Idee ist) nach Ersatzbefriedigungen. Dies muss nicht immer der Lottogewinn oder der Porsche sein. Es sind kleine Dinge wie Beachtung, Anerkennung, Wertschätzung, Liebe – eben all die Dinge die dem Ego den Bauch pinseln und die es in seinem Glauben an seine Besonderheit und Einzigartigkeit stärken. Aber auch Dinge, die uns vermeintlich Schaden, wie die launige Freundin beim Kaffeeklatsch, der nervige Arbeitskollege oder der unverständnisvolle Partner, lenken unsere Aufmerksamkeit ins Außen.
In alltäglichen Situationen versucht uns das Ego Glauben zu machen, wir können durch das Erreichen oder Nicht-Erreichen einer bestimmten Situation Glück, Frieden oder wahre Liebe finden.
Dies mag mitunter auch kurzfristig funktionieren – doch in der Waagschale dominieren die Misserfolge, da wir nie und vollends immer unseren Willen durchsetzen können. Aber auch, da Getrenntheit nicht mit Getrenntheit, Mangel nicht mit Mangel geheilt werden kann. Etwas getrenntes Heilen kann nur etwas Ganzes – die Einheit, Gott.

Das Ego ist hier also ein denkbar schlechter Berater, denn es ist überhaupt nicht in der Lage, uns Glücklich zu machen. Dennoch hören wir meist folgsam und brav auf seine Bedürfnisse und bemerken dabei meist gar nicht, wie wir uns immer mehr von unserem Ursprung entfernen. Mehr noch – wir meinen, dass die Bedürfnisse des kranken Egobewusstseins unsere eigenen Bedürfnisse sind. Wir werden zu Marionetten fern unseres wahren Selbstes degradiert und verteidigen jeden Angriff auf den Irrglauben unserer Trennung als ob unser Leben dadurch bedroht wäre. Nebenbei bemerkt ist dies auch die Ursache für die Angst vor dem Sterben oder Tod, da es die fleischgewordene Idee zerstört, einzig zu sein. Eine riesen Bedrohung für das Ego, die sich dann häufig in uns zum Ausdruck bringt.

Ziel des Egos ist nicht, uns glücklich zu machen, sondern seine Idee der Getrenntheit weiter zu denken und zu nähren. Aus diesem Bewusstsein heraus lässt es in uns, wenn wir auf es hören, ständig neue Gedanken des Wollens und Nicht-Wollens entstehen – stehts mit der Lüge, dass wir uns besser fühlen, wenn wir darauf hören.
Je mehr wir uns auf diese Gedankengänge einlassen, umso mehr spüren wir den Mangel, der aus dem Egobewusstsein hervor geht.


Hören wir nun auf zu Wollen und die Dinge so zu akzeptieren wie sie sind, verstummt ein Teil dieser inneren Stimmme. Hören wir auf zu suchen und dem Gedanken der Trennung -und somit dem Ego- nachzugeben,  werden wir feststellen, das der Mangel eine Illusion ist. All die Ängste, Sorgen, Wünsche, Hoffnungen,  Angst, Neid, Wut, Hass, usw. usw. werden langsam verblassen, wenn wir lernen unsere wahre Natur zu erkennen. Wenn wir erkennen, das all unsere Bedürfnisse befriedigt sind. Wir einen Zustand extatischen Glückes und der vollkommenen, bedingunslosen und ewigen Liebe vorfinden, der keinerlei Ursachen setzt, erneut zu wünschen, zu wollen oder nicht zu wollen.
Einfach nur zu sein. Im Vertrauen, in der Liebe, im Glück.

 

Als Experte für erfolgreiche Persönlichkeitsentfaltung und Intuitionsentfaltung helfe ich Menschen seit 17 Jahren, ihre Ziele zu erreichen und das Bestmögliche aus ihrem Potential zu machen. Damit verhelfe ich ihnen zu Lebensqualität im Einklang mit sich selbst. Hast du Fragen, oder möchtest Du mehr erfahren - dann schreib mir.

 
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holospirit

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